Erinnerungslexikon, partzipatives Projekt und Rauminstallation, 2017/18
Österreichisches Frauenmuseum

Im Lauf der Zeit hat Ines Agostinelli immer wieder komplexe künstlerische Arbeiten realisiert, die um die Themenfelder Biographie, Herkunft und Identität kreisen. Besonders wichtig dabei ist die Arbeit mit Erinnerung – eigener und fremder, selbst erfahrener und überlieferter, das Sammeln von Geschichten, von „erlebter Geschichte“ – der „Oral History“.

Aus diesem Grund mag es auch sein, dass ihr immer wieder und von verschiedensten Seiten Erinnerungen zugetragen werden. Und daraus ist die Idee zum Erinnerungslexikon entstanden. Wie ein Lexikon Erklärungen für Begriffe und Schlagwörter sammelt, sammelt das Erinnerungslexikon Erinnerungen dazu. Dieses ist, anders als die klassische Enzyklopädie, jedoch kein Buch, sondern eine vielschichtige Installation.

Für die  Ausstellung „pflege das leben“ im Österreichischen Frauenmuseum hat Ines Agostinelli ein Kapitel für das Erinnerungslexikon erarbeitet. Die in zahlreichen, umfangreichen Interviews mit unterschiedlichsten GesprächspartnerInnen eröffneten Perspektiven auf das Sorgen und Pflegen finden hier Ausdruck in einer dichten Installation aus Textfragmenten, Tondokumenten und skulpturalen Objekten, die eigentlich Geschichten sind.