Im Herbst 2015 erhielt Ines Agostinelli vom vorarlberg museum die Anfrage, künstlerisch auf die zu der Zeit akuten großen Fluchtbewegungen aus Syrien zu reagieren. Das Ergebnis war die “Soziale Skulptur”, an der über sechshundert Menschen mitgewirkt haben.

Die Skulptur besteht einerseits immateriell aus unzähligen Workshops in ganz Vorarlberg, welche 2016  in kulturellen Institutionen, Schulen und Flüchtlingsunterkünften stattgefunden haben. Sie haben gleichsam Einheimischen und Flüchtlingen, Erwachsenen und Kindern nachhaltige Begegnungen, Gespräche und  gegenseitiges Kennenlernen ermöglicht. Andererseits besteht die “Soziale Skulptur” aus der raumgreifenden Installation im fast 30 Meter hohen Atrium des vorarlberg museums von vielen hundert Modellen von Heißluftballons, welche neben den Diskussionen und Gesprächen in den Workshops gemeinsam gefertigt wurden. Sie stehen für Aufbruch und Ausbruch gleichermaßen. So wenig die fragilen Fortbewegungsmittel direkt gesteuert werden können, so wenig vorhersehbar sind auch die Wendungen der Lebenswege.

Teil des Konzepts waren auch das 2017 stattfindende Symposium “Wer wollen wir sein? Flucht, Perspektiven und Utopie” über Flucht und Migration, eine filmische Reflexion sowie eine Publikation.