An welchen Rändern spielen wir heute?
Vortrag und Podiumsgespräch, vorarlberg museum
Dienstag, 20. September 2022, 19 Uhr, Eintritt frei

Mit der Sozialwissenschafterin Eva Häfele, der Leiterin des Master-Studiengangs „Soziale Arbeit“ an der FH Dornbirn, Uta Skowranek, und Bettina Steindl, Kulturmanagerin. Moderiert von Ines Agostinelli

Das Festival «Randspiele», dem die Sommerausstellung der Stadt Bregenz gewidmet war, entstand aus einer Initiative junger Kunst- und Kulturschaffender, um frischen Wind in das konservative und tiefkatholische Vorarlberg zu bringen. Als eine Gegenbewegung zur politischen und kirchlichen Führungsschicht und deren Sozialmoral läuteten sie einen gesellschaftlichen Wandel ein, der seit 1968 vielerorts in der Luft lag. Der Politikwissenschafter Karl Schall spricht dazu in seinem Vortrag „Die Geburt des kulturellen Widerstandes in Vorarlberg“.

Anschließend wird im Rahmen eines Podiumsgesprächs der Frage nachgegangen, welche gesellschaftlichen Anliegen heute dringlich sind. Welche „Ränder“, welche sozialen Bruchlinien können wir ausmachen, wie können wir reagieren und wie könnte – ähnlich der Zeit der Randspiele – kulturelle Arbeit dazu einen wertvollen Beitrag leisten. Auf dem Podium sprechen die Sozialwissenschafterin Eva Häfele mit Forschungsschwerpunkten auf Arbeit und Prekariat, Frauen und Jugend; die Leiterin des Master-Studiengangs «Soziale Arbeit» an der FH Dornbirn, Uta Skowranek, sowie die Kulturmanagerin Bettina Steindl, die das Creative Institute Vorarlberg leitet. Moderiert wird das Gespräch von der Künstlerin und Kuratorin Ines Agostinelli.

Randspiele. Erinnerung an einen kulturellen Aufbruch

Sommerausstellung der Stadt Bregenz
19. Juli bis 4. September 2022
Künstlerhaus Bregenz und Kapelle am Gebhardsberg

Herzliche Einladung zur Eröffnung: Sonntag, 17. Juli 2022, 11 Uhr

1972 bis 1976 war Vorarlberg Schauplatz eines visionären Festivals mit Kunst, Musik, Literatur und Theater. Der Hunger nach zeitgemäßer Kultur war so groß geworden, dass sich eine Gruppe junger Menschen zu den „Vorarlberger Kulturproduzenten“ zusammengeschlossen hatte, um selbst das zu realisieren, was ihnen im offiziellen Kulturprogramm vorenthalten wurde.

Sie schafften es, neben regionalen Kunst- und Kulturschaffenden auch heute international bekannte Größen wie Chick Corea, Jan Garbarek oder Friedrich Gulda aus der Musik, Gottfried Bechtold, Wolfgang Häusler, Franz Erhard Walther oder Fred Sandback aus der Kunst, Monika Helfer, Michael Köhlmeier oder Martin Walser aus der Literatur für Konzerte, Ausstellungen, Aktionen, Lesungen und Performances zu gewinnen. Gerade die Theater-, Kabarett- und Film-Programmpunkte waren dabei hochpolitisch und atmeten den aufrührerischen Geist der 1968er Bewegung, der damit langsam auch nach Vorarlberg kam.

Die Ausstellung im Künstlerhaus erzählt aus der Geschichte der Randspiele. Einer archivarischen Spurensuche gegenübergestellt sind Erinnerungen von Gottfried Bechtold, Martin Bentele, Wolfgang Burtscher, Walter Fink, Brigitte Flinspach, Kurt Greussing, Wolfgang Häusler, Monika Helfer, Michael Köhlmeier, Reinhold Luger, Meinrad Pichler, Willi Pramstaller und Maria Weiss. Außerdem zu erleben sind – mit Skulpturen von Wolfgang Häusler, Zeichnungen von Tone Fink und Filmen von Gottfried Bechtold – herausragende, damals wie heute gleichermaßen inspirierende künstlerische Arbeiten, die bereits in den ursprünglichen Randspielen gezeigt worden waren.

Besonderen Stellenwert für die Randspiele hatte die Musik. Unvergessen sind die Konzerte im Burghof am Gebhardsberg mit damals noch kaum, aber heute international bekannten Größen des Jazz. Möglich gemacht wurden sie durch den Musikproduzenten Manfred Eicher aus Lindau, der bereits 1969 eines der angesehensten Plattenlabels – ECM – gegründet hatte. Musikstücke aus dem Programm von ECM sind in der Ausstellung im Palais Thurn und Taxis zu hören, wie auch in einer Installation in der Kapelle am Gebhardsberg (außer bei Veranstaltungen immer geöffnet).

Der von Ines Agostinelli konzipierte Rückblick auf dieses wegweisende Festival bereichert nicht nur Selbstverständnis und Identität Vorarlberger Kulturgeschichte, sondern stellt mit seinem Fokus auf erlebte Geschichte Fragen nach Veränderung, Fortschritt, Vergänglichkeit und Vermächtnis. Im reichhaltigen Begleitprogramm kommen mit Monika Helfer, Gottfried Bechtold, Kurt Greussing, Wolfgang Häusler und Reinhold Luger in Podiumsgesprächen, Lesung, Vorträgen und Führungen Persönlichkeiten zu Wort, die die Randspiele selbst mitgestaltet und mitgeprägt haben.

Individuellen Erfahrungen und Reflexionen werden dabei genauso Raum gegeben wie kunst- und kulturgeschichtlichen Impulsen sowie Betrachtungen zu Kultur-, Erinnerungs- und Geschichtspolitik. Einmal ist Manfred Welte mit dem aus dem vorarlberg museum bekannten Format „Erzählcafé“ zu Gast im Künstlerhaus. Hier sind alle Menschen eingeladen, in der Ausstellung zusammenzutreffen und ihre eigenen Erinnerungen an die Aufbruchsstimmung der 1970er Jahre auszutauschen.

Auch wird der Blick auf Gegenwart und Zukunft gerichtet und im Rahmen eines Podiumsgesprächs die Frage angestoßen: An welchen Rändern spielen wir heute? Was sind die gesellschaftlichen Bruchlinien, an denen Kunst und Kultur zugunsten sozialer Kohäsion heute ihr Potential entfalten können.

Die Randspiele haben die Wirk- und Sprengkraft kultureller Selbstermächtigung bewiesen. Für einige Jahre war Vorarlberg nicht Provinz, sondern Avantgarde. Die Sommerausstellung der Stadt Bregenz 2022 ist ein erster Impuls, sich wieder davon inspirieren zu lassen.

Begleitprogramm:

Podiumsgespräch mit Gottfried Bechtold und Wolfgang Häusler: Freitag, 22. Juli 2022, 18 Uhr

Erzählcafé mit Manfred Welte: Dienstag, 2. August, 2022, 15 Uhr

Lesung von Monika Helfer mit Impulsen zur Einführung von Stefania Pitscheider-Soraperra: Freitag, 19. August 2022, 18 Uhr

„Die Geburt des kulturellen Widerstandes in Vorarlberg“, Vortrag von Karl Schall in Kooperation mit der J.-A.-Malin-Gesellschaft, und Podiumsgespräch „50 Jahre Randspiele. An welchen Rändern spielen wir heute?“:  Dienstag, 20. Sept. 2022, 19 Uhr, vorarlberg museum

Vorträge von Kurt Greussing „O Hoamatle – Vorarlberger Kulturpolitik der 1960er bis 1980er Jahre und die Abwehr der „Linken““ und Harald Walser „Erinnerungs- und Geschichtspolitik von 1945 bis heute“ in Kooperation mit der J.-A.-Malin-Gesellschaft: Dienstag, 4. Oktober 2022, 19 Uhr, vorarlberg museum

Führungen:

22. Juli, 16.45 Uhr, von Ines Agostinelli
29. Juli, 16.30 Uhr, von Kurt Greussing
12. August, 16.30 Uhr, von Reinhold Luger
19. August, 16.45 Uhr, von Kurt Greussing
4. September, 16.45 Uhr, von Ines Agostinelli

Eine Ausstellung von Ines Agostinelli für die Landeshauptstadt Bregenz | Gestaltet von Reinhold Luger mit Martin Platzgummer und Stefan Amann von  Proxi Design | Historisch-kulturpolitische Aufarbeitung: Karl Schall | Ausstellungstexte: Karl Schall, Kurt Greussing, Ines Agostinelli | Fachlektorat: Stefania Pitscheider-Soraperra | Fachlektorat und Korrektorat: Kurt Greussing | Dokumentarische Recherche: Katharina Müller | Großzügig unterstützt von: Zumtobel, Visuform, Sparkasse Bregenz, Anwaltskanzlei am Marktplatz, Martin Beck Medientechnik, Tectus Brokers, Vorarlberger Landesbibliothek und Land Vorarlberg

Randspiele. Erinnerung an einen kulturellen Aufbruch

Sommerausstellung der Stadt Bregenz
19. Juli bis 4. September 2022, Künstlerhaus Bregenz

Herzliche Einladung zum Mitmachen!

Werden Sie mit Ihren Erinnerungsfotos aus den 1970ern Teil der Sommerausstellung der Stadt Bregenz, die auf die „Randspiele“ zurückblickt – das legendäre Vorarlberger Festival für Kunst, Musik, Literatur und Theater aus den Siebzigerjahren. Helfen Sie mit, die Atmosphäre des kulturellen Aufbruchs, den die „Randspiele“ mit eingeläutet haben, wieder aufleben zu lassen!

Schlaghosen, Plateauschuhe, lange Haare. Anti-Atomkraft, RAF, die ersten Computer. Disco, orange Tapeten, der Kniefall von Warschau. Watergate, Vietnam, die Ölkrise. Energieferien, Gabelbissen, autofreier Tag. Farbfernsehen, Viertelanschluss, Vollbeschäftigung. Bruno Kreisky, Karl Schranz, Kottan ermittelt. Gleichstellungsgesetz, Fristenlösung, Emanzipation…

Die 70er Jahre brachten Liberalisierung in vielen Bereiche des privaten wie öffentlichen Lebens. Die Ideale der 68er-Bewegung verbreiteten sich auch abseits der Metropolen. Junge Menschen gehörten zu den Ersten, welche die neuen gesellschafts- und kapitalismuskritischen Gedanken aufnahmen, um Autoritäten zu hinterfragen und starre Strukturen aufzubrechen. Auch in Vorarlberg wurde der kulturelle Wandel eingeläutet. Initiativen wie die Randspiele machten es für alle sichtbar. Was sind Ihre persönlichen Erinnerungen an die 1970er Jahre? Situationen aus dem Alltag oder besondere Momente, ein schöner Urlaubstag, eine Geburtstagsfeier? Ausflug, Hochzeit, erster Schultag?

Bitte senden Sie Ihre Fotos bis zum 17. Juni an das Stadtarchiv Bregenz per Post oder E-Mail oder bringen Sie sie gerne auch persönlich vorbei:
stadtarchiv@bregenz.at oder Bergmannstrasse 6, 6900 Bregenz

Die Bilder werden gescannt und Ihnen, sofern sie sie nicht dem Stadtarchiv überlassen möchten, umgehend postalisch oder persönlich retourniert. Mit der Einreichung eines oder mehrerer Fotos stimmen Sie zu und übernehmen die Verantwortung, dass die Aufnahmen in der Ausstellung „50 Jahre Bregenzer Randspiele“ vom 17. Juli bis zum 4. September 2022 im Palais Thurn und Taxis gezeigt werden dürfen und Kopien in den Bestand des Stadtarchivs aufgenommen werden dürfen.

Als kleines Dankeschön erhalten Sie freien Eintritt zur Ausstellung für die gesamte Dauer für zwei Personen.

Warum Kunst?

Partizipatives Ausstellungs- und Dialogprojekt von Ines Agostinelli
19. Februar bis 6. März 2022, Künstlerhaus Bregenz

Eröffnung und Podiumsgespräch mit Bettina Steindl, Gottfried Bechtold und Ines Agostinelli: Samstag, 19. Februar 2022, 17 Uhr
Führung mit Ines Agostinelli: Freitag, 25. Februar 2022, 17 Uhr
Finissage für Austausch und Netzwerk: Sonntag, 6. März 2022, 17 Uhr

Warum machen Menschen Kunst? Die Künstlerin Ines Agostinelli widmet sich dieser Frage im Rahmen ihres partizipativen Ausstellungsprojekts „Warum Kunst?“ im Künstlerhaus Bregenz. Was treibt Kunst- und Kulturschaffende an, ihr Leben der Kunst zu widmen? Wo entspringt das Bedürfnis zu produzieren, zu präsentieren, zu vermitteln, zu fördern…

Ines Agostinelli hat Vorarlberger Künstlerinnen und Künstler, AusstellungsmacherInnen, KunstvermittlerInnen, GaleristInnen, KulturjournalistInnen und KulturpolitikerInnen nach ihren persönlichen Motiven befragt. Nach biographischen Leitlinien, Herausforderungen und dem, was sie mit ihrer Arbeit erreichen wollen.

Die Antworten sind vielfältig, die existentielle Dringlichkeit sowie die Überzeugung von der Relevanz der Kunst sind durchgängig. Der Künstler Gottfried Bechtold beschreibt es so: „Was du für eine Beharrlichkeit brauchst! Und die ist nichts Lustiges, sie erfordert einen langen Atem und viel Mühe… Heute wundert mich oft, dass ich es durchgezogen habe. Aber das dürfte damit zusammenhängen, dass ich gar nicht anders kann. Und wenn ich gestorben wäre, ich kann nicht anders. Ziemlich irrational die ganze Geschichte…“.

Jenseits der professionellen Repräsentation ermöglicht Ines Agostinelli mit „Warum Kunst?“ einen Einblick in individuelle Reflexionen und Lebenswelten schöpferisch tätiger Menschen und ihrer existentiellen Verbundenheit mit der Kunst – in den Worten der Kunsthistorikerin Christa Häusler: „Kunst ist meine Lebensgefährtin.“ Neben dreißig geladenen GesprächspartnerInnen und Statement-Beiträgen waren Kunst- und Kulturschaffende im und aus dem Raum Vorarlberg über einen Open Call eingeladen, sich mit künstlerisch gestalteten Reflexionen zum Thema einzubringen.

Der erste Teil der Ausstellung besteht aus der Vielstimmigkeit der etwa vierzig auf diesem Wege eingelangten bildnerischen Positionen. Im zweiten Teil der Ausstellung werden essentielle Passagen der Interviews und Statements zu einer dichten Raumcollage verwebt und mit einzelnen Malereien auf Leinwand von Ines Agostinelli ergänzt. Die Motive der Malereien beziehen sich auf Zuschreibungen, welche die Kunst oft erfährt, wie „Brücke“, „Tor“, „Konnektiv von innerer und äußerer Welt“.

Die Textfragmente treten – in malerisch-zeichnerischem Duktus in den Raum geschrieben – miteinander in Dialog. Losgelöst von ihren UrheberInnen, erschließen die Botschaften eine Welt der Reflexion. Über Schaffensprozesse, Begegnung, Bestreben, Beharrlichkeit und die fast magischen Momente, wenn Kunst „aufgeht“.

– Und warum Kunst? „Bleibt das, was man hervorbringt, für die Öffentlichkeit bestehen, vergessen oder nur ein Versuch, die existenzielle Leere mit einer schöpferischen geistigen Tätigkeit zu füllen? Ungeachtet dessen bleibt der Trost, dass all die Zeit, die manchmal mühsam, süß, schnell, langsam oder unvergänglich erscheint, nicht verloren ist, solange wir diese mit dem Herzen wahrnehmen können. Darum Kunst.“ (Harald Grünauer)

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Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner

Gottfried Bechtold – Künstler | Hans-Joachim Gögl – Formatentwickler | Wolfgang Häusler – Galerist Häusler Contemporary | Jeanette Müller – Künstlerin | Stefania Pitscheider Soraperra – Museumsdirektorin Frauenmuseum | Miriam Prantl – Künstlerin | Andrea Romagna – Galerie.Z | Franz Romagna – Galerie.Z | Andreas Rudigier – Museumsdirektor vorarlberg museum | Helene Rüdisser – Kunstvermittlung | Franz Rüdisser – Kunstvermittlung | Ulrike Shepherd – Künstlerin, Dozentin, Kuratorin – Zeppelin University | Bettina Steindl – Kulturmanagerin

Geladene Statements

Markus Barnay – Kulturjournalist | Ingrid Bertel – Kulturjournalistin | Belinda und Johannes Boch – Galerie c.art | Landesrat Christian Gantner – Abteilung Tourismus | Irma Gerstenmayer – Künstlerhaus Bregenz | Christa Häusler – Kunsthistorikerin | Andrea Kaufmann – Bürgermeisterin Dornbirn | Sarah Kirsch – Künstlerhaus Bregenz | Dagmar Lang – Präsidentin Kunstforum Montafon | Winfried Nussbaummüller – Abteilung Kultur, Land Vorarlberg | Karlheinz Pichler – Kulturjournalist, Kurator | Barbara Schöbi-Fink – Landesstatthalterin und Landesrätin für Kultur | Maria Simma – Präsidentin Künstlervereinigung, Kulturamtsleiterin Feldkirch | Thomas Soraperra – Kaufmännischer Direktor Kunstmuseum Bern | Thomas D. Trummer – Direktor Kunsthaus Bregenz

Bildnerische Beiträge

Maria Anwander | Lisa Althaus | Andrea Maria Bauer | Matthias MASU Baumgartner | Christa Bohle | Gabriele Bösch | Lisi Breuss | Maria Diem | Ursula Dorigo | Doris Fend | Christian Geismayr | Elsbeth Gisinger-Fessler | Benny Gleeson | Harald Gmeiner | Harald Grünauer | Heller.Ulmer | Conni Holzer | Maria Jansa | Marisa Kathan | Ulli Knall | Birgit Konzett | Peter Langebner | Sabine Lingenhöle-Rainer | Carmen Margot Lins | Christoph Lissy | Renate Ludescher-Krapez | Bianca Lugmayr | May-Britt Nyberg-Chromy | Victor Olmos | Daniela Peter | Gerhard Rasser | Bruno Richard | Gernot Riedmann | Isabel Sandner | tOmi Scheiderbauer | Rainer Schneider | Anna-Amanda Steurer | Bianca Tschaikner | Nikolaus Walter

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WARUM KUNST?

EINLADUNG ZUR AUSSTELLUNGSBETEILIGUNG
Partizipatives Projekt von Ines Agostinelli
Sa, 19. Februar bis So, 6. März 2022, Künstlerhaus Bregenz
Eröffnung und Podiumsdiskussion: Samstag, 19. Februar, 17 Uhr

Was sind die persönlichen Motive, welches die biographischen Leitlinien, die uns in das Feld der Kunst geführt haben? Was treibt uns an, was fasziniert, bereichert, was entlohnt uns? Was wollen wir mit der Kunst erreichen, was bedeutet sie uns persönlich, welche Hoffnungen, Visionen und Erwartungen verknüpfen wir mit der Kunst, aber auch welche Enttäuschungen und Misserfolge?

„Warum Kunst?“ will das breite Spektrum an individuellen Antworten freilegen, was Menschen bewegt, Kunst zu schaffen bzw. zu präsentieren, zu vermitteln, zu fördern oder zu sammeln.

Jenseits der professionellen Repräsentation ermöglicht „Warum Kunst?“ einen Blick in individuelle Lebenswelten von Kunst- und Kulturschaffenden – zur gegenseitigen Bereicherung und Rückversicherung, zur Förderung von Austausch, Dialog und Netzwerk innerhalb des Kunstkontextes, aber auch, um Menschen außerhalb dieses Kontextes einen spannungsvollen Einblick in alternative Lebenswege, Denkweisen, Standpunkte und daraus resultierende Erkenntnisse zu verschaffen.

EINLADUNG ZUR AUSSTELLUNGSBETEILIGUNG

Alle Kunst- und Kulturschaffenden sind herzlich eingeladen, sich mit ihrem Statement an der Ausstellung im Künstlerhaus Bregenz zu beteiligen.

Für die Ausstellung sind Statements zur Frage „Warum Kunst?“ in reiner Textform per Email genauso willkommen wie künstlerische Gestaltungen.

Reine Text-Statements können gerne bis 28. Jänner 2022 per Email übermittelt werden: bvkv@kuenstlerhaus-bregenz.at

Künstlerische Gestaltungen (die in der Ausstellung gehängt werden) sind in der Umsetzung völlig frei – grafisch/typografisch, malerisch, Collage, Druck… – alle Techniken und Bildgründe sind willkommen. Format etwa A3 bis A2. Ungerahmte Arbeiten werden mit kleinen Nägeln gehängt. Auf Wunsch sind die Arbeiten verkäuflich.

Die Arbeiten können postalisch bitte bis spätestens 28. Jänner 2022 ans Künstlerhaus gesendet oder am Freitag, den 28. Jänner 2022 von 10 bis 16 Uhr im Künstlerhaus abgegeben werden.

Abholung der Arbeiten bzw. postalische Rücksendung: Freitag, 11. Februar 2022: 10 – 16 Uhr

ANMELDUNG ZUR TEILNAHME AB SOFORT BITTE PER E-MAIL AN/weitere Infos unter: bvkv@kuenstlerhaus-bregenz.at

Ines Agostinelli
O.T. (Phönix Lebensversicherung)
Installation

zu sehen im Palais Thurn und Taxis, Bregenz
15. Mai bis 27. Juni 2021, Mitgliederausstellung

2000 m über dem Meer.
Vorarlberg, Silvretta und die Kunst

Hg. von Kathrin Dünser und Andreas Rudigier
Hardcover, 152 Seiten; ISBN: 9783701735297
Residenz Verlag, 2021

2000 m über dem Meer.
Vorarlberg, Silvretta und die Kunst

vorarlberg museum, Bregenz
27. März bis 27. Juni 2021 im Atrium
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Residenz Verlag

Kunstankäufe Land Vorarlberg

Galerie AllerArt, Bludenz, 20. November 2020 bis 2. Jänner 2021
Eröffnung: Donnerstag, 19. November 2020, 20 Uhr
Künstlerinnengespräch mit Ines Agostinelli: Samstag, 2. Dezember 2020, 16 Uhr

University of Liechtenstein | Advanced Studio CRAFT

This semester we will dispute ourselves with the specific conditions, possibilities and restrictions that underground constructions bring with it. It’s about material removal, material addition. Gaining excavation material that can be reused or recycled. And of course: it’s about LIGHT & SHADOW – MASS & VOID. To study these characteristic features of underground architecture we will work hands-on with the artist Ines Agostinelli

Neue Arbeiten online!
Arbeiten auf Leinwand, Entfaltungen, Raunächte, Tests, Kraftplatten

WALKING SCULPTURE

Ines Agostinelli begleitet die „Walking Sculpture“ des Künstlers Michelangelo Pistoletto! Reiseziel Museum, Sonntag, 1. September 2019, 10 – 17 Uhr

Am Sonntag, den 1. September, begleitet Ines Agostinelli die “Walking Sculpture” des Künstlers Michelangelo Pistoletto auf ihrem Weg, den sie wieder einmal aus dem Museum hinaus und ins Leben hinein nimmt. Erstmals ist sie vor über 50 Jahren durch die Straßen Turins gerollt und seither durch Wien, Rom, Bukarest, Peking, London, Paris, New York, Dubai, Havanna, Santiago de Chile und noch viele andere Städte.

Ausgangspunkt ist um 10 Uhr im Steinbruch Kadelberg in Mäder. Ab 16 Uhr kehrt die “Walking Sculpture” zurück in die Ausstellung “Entrare nell´ opera” im Kunstmuseum Liechtenstein in Vaduz.

Alle sind herzlich eingeladen, den Weg der rollenden Skulptur mitzubestimmen, sie ein Stück hierhin und dorthin mit sich mitzunehmen, sie zu begleiten. Dokumentiert wird die Aktion des Sommerprogramms “Reiseziel Museum” von Film- und Social Media-Teams. Wer mag, uploadet seine eigenen Bilder auf Instagram unter #diekugelreistmit.

Neue Serie: Bahnhöfe, 2013-19

Österreichischer Grafikwettbewerb

Taxis Palais, Innsbruck, 25. Mai bis 14. Juli 2019
Eröffnung: Freitag, 24. Mai 2019, 19 Uhr

Die Bandbreite grafischen Schaffens der Gegenwart soll mit dem Publikum geteilt werden. Mit den verschiedenen Spielarten des Genres ergeben sich Fragen zum Spannungsfeld von Tradition und Neuperspektivierung der Grafik heute. Welche Kontinuitäten lassen sich verzeichnen und welche Brüche scheinen auf?

SONG OF MYSELF

zu sehen in der aktuellen Ausstellung
Kunstsammlung des Landes Vorarlberg.
vorarlberg museum #1 2019

 

Landhaus Bregenz, 14. März bis 15. April 2019

W’ORTWECHSEL. Dialoginitiative

Auftaktveranstaltung: Mittwoch, 13. März 2019, 19.30 Uhr
Kesselhaus Bregenz

W’ortwechseln geht ganz einfach: Eine interessante Vorarlberger Persönlichkeit zu sich nach Hause einladen, dazu in Salon-Manier Freunde und Bekannte willkommen heißen und gemeinsam über Gott und die Welt reden!

Ines Agostinelli ist als Gesprächspartnerin eingeladen am Montag, den 6. Mai und Freitag, den 10. Mai 2019; Anmeldung unter: wortwechsel@kath-kirche-vorarlberg.at

 
FANTASTICALLY APOCALYPTIC DOWNFALLS

Zeichnungen von Ines Agostinelli zu sehen in der aktuellen Mitgliederausstellung
Künstlerhaus Bregenz

Eröffnung: Freitag, 23. November 2018, 20 Uhr
24. November 2018 bis 6. Januar 2019


Ein Leben für die Pflege
Die Geschichte einer Dienstleistung mit großer Tradition und wenig Prestige

vorarlberg museum
Freitag, 23. November 2018, 17 bis 18.30 Uhr
in der Reihe „Freitags  um fünf. Landesgeschichte im Gespräch“

Maria Hagleitner und Ines Agostinelli im Gespräch mit Markus Barnay

Die Pflege von Menschen, die ihr Leben nicht mehr allein bewältigen können, gehört zu den großen Herausforderungen unserer Zeit. Vor allem dank der gestiegenen Lebenserwartung nimmt die Zahl der Pflegebedürftigen zu. Auch für die Pflegenden haben sich die Herausforderungen massiv verändert: Sie tragen mehr Verantwortung, sind in Therapieprozesse eingebunden und müssen mitunter weitreichende Entscheidungen treffen. Maria Hagleitner, die Gründerin und ehemalige Leiterin der Bregenzer Krankenpflegeschule, beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Geschichte der Krankenpflege und sammelt einschlägige Gegenstände.

Die Künstlerin Ines Agostinelli schuf für das Frauenmuseum Hittisau ein „Erinnerungslexikon Pflege“, das im Herbst auch in Buchform erscheint. Gemeinsam geben sie Auskunft über Tabus und Schmerzen, Nähe und Bereicherungen, Traditionen und Innovationen im Bereich der Pflege.

 PFLEGE DAS LEBEN
Ausstellung
Österreichisches Frauenmuseum

Eröffnung: 28. Oktober 2017, 17 Uhr
29. Oktober 2017 bis 7. Oktober 2018

„… eine kulturhistorische und gesellschaftspolitische Annäherung an ein komplexes Thema mit dem künstlerischen Oral-History-Projekt „Erinnerungslexikon“ von Ines Agostinelli…“

Die Ausstellung widmet sich der Kulturgeschichte der Pflege mit dem Fokus auf Frauengeschichte. Die Sammlung der Maria Hagleitner zur Pflegegeschichte liefert wertvolle Exponate. Gleichzeitig untersucht das Oral-History-Projekt „Erinnerungslexikon“ von Ines Agostinelli  individuelle Erfahrung und kollektive Erinnerung. Dafür wurden zahlreiche Interviews mit involvierten ZeitzeugInnen geführt, welche unterschiedliche Aspekte des Pflegens und Sorgens reflektieren in Texten, Tondokumenten und skulpturalen Objekten, die eigentlich Geschichten sind.

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 Ines Agostinelli
Künstlerin im Gespräch

Neuerscheinung
Hg. vom vorarlberg museum

ISBN 978-3-99018-410-3

Kunsthaus Bregenz:
KUB ART CLASS


Die KUB Art Class, geleitet von Ines Agostinelli, bietet jungen Menschen die Möglichkeit, sich intensiv und regelmäßig, theoretisch und praktisch, mit Kunst und kreativem Ausdruck auseinanderzusetzen.

Zum Einen vermittelt werden die Grundlagen für eigenständige, zeitgemäße, künstlerische Praxis: eigene Zugänge und Interessen erkennen und formulieren, über die Recherche fundieren und über das Konzept umsetzen. Fragen nach Medium, Material und Präsentationstechniken werden ebenso gestellt wie Fragen nach inhaltlicher Relevanz, Kontextualisierung und Rezeption.

Anhand von Themenschwerpunkten können eigene Projekte entwickelt werden. Laufende Feedback-Runden in der Gruppe geben neue Inputs und fördern sowohl Diskussionskultur als auch das Ausloten eigener Standpunkte.

Neben der Entwicklung längerfristiger Projekte wird auch der unmittelbare Zugang, das unmittelbare gestalterische Arbeiten unterstützt. Im Atelier des Kunsthauses wird gemalt, gezeichnet, skizziert, experimentiert und dabei das Potential ungefilterter Äußerungen bewusst gemacht. Nach und nach entsteht mit der Dokumentation der abgeschlossenen Arbeiten und Projekte auch ein aussagekräftiges Portfolio eigener Arbeiten.

Zum Anderen werden relevante kunsttheoretische und kunstgeschichtliche Impulse präsentiert und zur Diskussion gestellt. Gefördert werden damit sowohl das Verständnis kunst-, kultur,- und sozialgeschichtlicher Zusammenhänge, als auch die kritische Auseinandersetzung mit künstlerischen Produktionen. Wobei die analytische Untersuchung und Reflexion künstlerischer Praxis wiederum eine konstruktive und unverzichtbare Basis für das eigene Arbeiten schafft.

Atelier- und Ausstellungsbesuche runden das abwechslungsreiche Programm der Kub Art Class ab. Die Teilnahme ist kostenlos.

Anmeldung erbeten unter: b.straub@kunsthaus-bregenz.at.

 

WER WOLLEN WIR SEIN?
Flucht, Perspektiven und Utopien
Symposium

Sonntag, 19. März, 10.30 bis 17.30 Uhr
vorarlberg museum
Teilnahme kostenlos

Am Thema Flucht präsentiert sich ein vielschichtiges Spektrum der Welt, in der wir leben – mit all ihren politischen, wirtschaftlichen, historischen, ökologischen und psychosozialen Zusammenhängen. Als Erfahrung ist Flucht lebensnotwendiger Reflex und gleichsam archaisch wie universell.

Sprechen über Flucht und Migration setzt vielerlei Kontroversen frei. Und angesichts des hochkomplexen Systems unserer globalisierten Welt gibt es keine eindeutigen Antworten. Es gilt abzuwägen, zu differenzieren und Ambivalenzen anzuerkennen – Fähigkeiten, die, im Hinblick auf das aktuelle politische Klima Europas und unser Demokratieverständnis, besonders wichtig sind.

Das hochkarätig und international besetzte Symposium beleuchtet in Vorträgen und Gesprächen ineinandergreifende Perspektiven auf Flucht und Migration. Vortragende unterschiedlicher Disziplinen wie Politik-, und Staatswissenschaft, Volkswirtschaft, Kultur- und Literaturwissenschaft teilen ihre Überlegungen ebenso wie Gesprächspartner aus dem Sozialbereich, die über ihre institutionellen wie persönlichen Erfahrungen im Umgang mit Flucht berichten.

Abgerundet wird das Programm durch performative Beiträge der Pianistin Timea Djerdj sowie Ulrich Gabriels integrativer Initiative „Kontaktchor“, der mit einem Konzert den Ausklang des Symposiums gestaltet.

Das Symposium ist Teil der Ausstellung „Soziale Skulptur“ von Ines Agostinelli. Die Künstlerin hat für das vorarlberg museum mit über sechshundert Einheimischen und Flüchtlingen, Erwachsenen und Kindern eine Soziale Skulptur geschaffen, die sich mit dem Thema Flucht auseinandersetzt. Gemeinschaftlich wurden dabei auch Hunderte Modelle von Heißluftballons gefertigt. Diese Modelle werden im Atrium des vorarlberg museums in einer raumgreifenden Installation von Dezember 2016 bis März 2017 präsentiert.

Zu den Audio-Beiträgen

 

 

 

 

Auflösung der Sozialen Skulptur

Die Ausstellung „Soziale Skulptur“ neigt sich ihrem Ende zu. Mit über sechshundert Einheimischen und Flüchtlingen hat die Künstlerin Ines Agostinelli in vorarlbergweiten Workshops im Lauf eines Jahres über Flucht und Migration diskutiert und dabei Hunderte Modelle von Heißluftballons geschaffen. Diese sind noch bis zum 26. März im Atrium des vorarlberg museums raumfüllend installiert.

Nach dem überwältigenden Anklang, den die Installation bis jetzt gefunden hat, wird sie danach wieder aufgelöst. Wer nun mit einem der Modelle einen Teil der „Sozialen Skulptur“ bei sich zu Hause haben möchte, ist herzlich dazu eingeladen.

Interessierte schicken bis Donnerstag, den 23. März ein Email an info@vorarlbergmuseum.at. Solange Verfügbarkeit besteht, werden die Modelle reserviert und können am Mittwoch, den 29. März von 10 bis 18 Uhr an der Kasse des Museums kostenlos abgeholt werden.

 

 

 

 

 
SOZIALE SKULPTUR IM VORARLBERG MUSEUM

12. Dezember 2016 bis 26. März 2017
Eröffnung: Sonntag, 11. Dezember 2016 um 11 Uhr

Begrüßung: Andreas Rudigier, Ines Agostinelli

Gespräch von Ines Agostinelli mit der Designerin Yara Salem und dem Schauspieler Ayman Jndi aus Syrien sowie mit Gerhard Pusnik, Mitinitiator der Flüchtlingsklasse am Gymnasium Schillerstraße, Feldkirch; Performances von Ayman Jndi sowie Helene und Franz Rüdisser

Die Künstlerin Ines Agostinelli hat für das vorarlberg museum mit über sechshundert Einheimischen und Flüchtlingen, Erwachsenen und Kindern eine Soziale Skulptur geschaffen, die sich mit dem Thema Flucht auseinandersetzt. Workshops in ganz Vorarlberg ermöglichten nachhaltige Begegnungen, Gespräche und das Knüpfen neuer Kontakte.

Gemeinschaftlich wurden dabei auch Hunderte Modelle von Heißluftballons gefertigt. Diese Modelle werden im fast dreißig Meter hohen Atrium des vorarlberg museums raumgreifend installiert. Sie stehen für Aufbruch und Ausbruch gleichermaßen. So wenig die fragilen Fortbewegungsmittel direkt gesteuert werden können, so wenig vorhersehbar sind auch die Wendungen unserer Lebenswege.

WER WOLLEN WIR SEIN?
Flucht und ihre mediale Repräsentation
Workshops für Schulklassen

Flucht, im Sinne von erzwungener Migration, polarisiert. Auf politischer Ebene führt dies zum Erstarken populistischer Stimmen, differenziertere Standpunkte geraten ins Abseits. In Diskussions-Workshops reflektiert die Künstlerin Ines Agostinelli mit den TeilnehmerInnen, wie Flucht in Öffentlichkeit und Medien verhandelt wird. Zentral sind Fragen nach Meinungsbildung, Diskussionskultur und Kommunikation.

Termine nach Vereinbarung. Dauer 2 Stunden. Anmeldung unter kulturvermittlung@vorarlbergmuseum.at

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Ines Agostinelli
CURRENT/DESIRED

Künstlerhaus Bregenz

Eröffnung: 13. Januar 2017 um 20 Uhr
14. Januar bis 12. Februar 2017

Die aktuelle Ausstellung der Vorarlberger Künstlerin Ines Agostinelli im Künstlerhaus Thurn und Taxis steht unter dem Titel „Current/Desired“. Dieser Titel evoziert die Frage nach dem Status eines aktuellen Zustandes und seiner gewünschten Optimierung. Die universelle Motivation, diesen archaischen Spannungsbogen zu schließen, liegt sämtlicher Entwicklung zugrunde.

Gezeigt werden große Formate, überwiegend ganz neuer zeichnerisch-malerischer Leinwand-Arbeiten, die in ihrer Bildwirkung sowohl monumental, als auch fragil scheinen. Die neuesten Arbeiten entstammen dabei der Raunacht-Serie. Sie wurde vor einigen Jahren begonnen und wird jedes Jahr in den Raunächten, die jeweils in die Zeit des Jahreswechsels fallen, erweitert.
Die zwölf Nächte zwischen dem Ende des Mondjahres, nach dem die ursprüngliche Zeitrechnung erfolgte, und dem Ende des Sonnenjahres wurden, einem mythischen Volksglauben nach, als „Zeit außerhalb der Zeit“ betrachtet. Ihr sollte besondere Eigenschaften innewohnen.

Die Leinwände und Papiere der Serie werden über die Zeit der Raunächte den Elementen ausgesetzt und im Freien bearbeitet. Die Spuren von Frost, Schnee, Temperaturwechseln und Feuchtigkeit sind eingeschrieben und bleiben zu erahnen.

Zudem gezeigt werden: Fotografien der Serie „Public Face“ und die Installation „Current/Desired“. Sie besteht aus großformatigen Zeichnungen körperhafter Darstellungen, welche mit dem Fokus auf Körper und Körperwahrnehmung einen der durchgängigsten Werkblöcke Ines Agostinellis repräsentieren, sowie einer Soundinstallation. Wie bereits in früheren Soundarbeiten wird mit der poetischen Inszenierung einer kindlich anmutenden Stimme das Potential von Sprache ausgelotet. Was leistet Sprache als Instrument, ob beherrscht oder nicht beherrscht, was wird gesagt, auch wenn es nicht gesagt wird.

Neue Serie: 
Public Face, 2016

 

 STRABAG ART AWARD Nominierung 2017 


SOZIALE SKULPTUR IM VORARLBERG MUSEUM

WORKSHOPS

Flucht ist eine universelle Erfahrung. Sie ist ein Reflex, um auf Bedrohung zu reagieren, der uns seit Urzeiten begleitet und schützt. Jeder Mensch kennt sie. Die Künstlerin Ines Agostinelli hat für das vorarlberg museum eine Soziale Skulptur konzipiert, die Menschen über diesem Thema zusammenbringt.

In vorarlbergweit angebotenen Workshops kommen Menschen verschiedener Herkunft, verschiedener Kulturen und aller Altersstufen zusammen – um ins Gespräch zu kommen, gemeinsam zu diskutieren und zu lachen, sich gegenseitig anzunähern und Einblicke zu nehmen in Lebensentwürfe, die man sonst vielleicht niemals kennengelernt hätte.

Gerade in Zeiten der Aufruhr und des populistischen Schlagabtausches stellen diese Begegnungen die besondere Möglichkeit dar, sich selbst unmittelbare und unverstellte Bilder zu machen, neue Einsichten zu gewinnen und neue Kontakte zu knüpfen.

Neben Diskussion und Gespräch wird gearbeitet: Gemeinsam werden Hunderte Modelle von Heißluftballons gefertigt, die im Dezember für drei Monate im Atrium des vorarlberg museums schweben werden.

WORKSHOPS
Die Workshops, in deren Rahmen die Ballons gemeinsam gefertigt werden, werden im vorarlberg museum in Bregenz angeboten, im Frauenmuseum Hittisau, im Jüdischen Museum in Hohenems, im Kunstforum Montafon sowie in Flücht­lings­unterkünften der Caritas und im Vorarlberger Kinderdorf.

Die Teilnahme an den Workshops ist kostenlos.

Aufgrund der überwältigen Nachfrage sind leider keine individuellen Workshops für Schulen und Sozialzentren mehr möglich. Wir laden daher herzlich zu den öffentlichen Workshop-Terminen ein!

TERMINE

Samstag, 4. Juni 2016, 10 bis 13 Uhr im vorarlberg museum
Samstag, 18. Juni 2016, 10 bis 13 Uhr im vorarlberg museum
Dienstag, 12. Juli 2016, 10 bis 12.30 Uhr im Jüdischen Museum in Hohenems
Freitag, 15. Juli 2016, 14.30 bis 17 Uhr im Frauenmuseum Hittisau
Dienstag, 2. August 2016, 10 bis 12.30 Uhr im Jüdischen Museum in Hohenems
Mittwoch, 3. August 2016, 14.30 bis 17 Uhr im Haus Karim, Caritas Flüchtlingsunterkunft  (Bergstraße 31a, Dornbirn)
Sonntag, 14. August 2016, 14.30 bis 17 Uhr im Kunstforum Montafon, Schruns
Samstag, 27. August 2016, 10 bis 12.30 Uhr im Frauenmuseum Hittisau
Mittwoch, 21. September 2016, 14.30 bis 17 Uhr im Vorarlberger Kinderdorf, Bregenz

KONTAKT UND ANMELDUNG
vorarlberg museum:
Susanne Vonach, T +43 5574 46050 517 oder S.Vonach@vorarlbergmuseum.at

Soziale Skulptur. vorarlberg museum, Bregenz
ORF-Bericht von Ingrid Bertel (Juni 2016)

Neue Serie: Ohne Titel (Gila River)

WeStill_Ines Agostinelli_220x240_Graphit auf Leinwand_2015_c Ines Agostinelli



WEITE WELTEN
Experimentelle  Acrylmalerei und Zeichnung
Workshop, Kunstforum Montafon

Samstag, 30. April und Sonntag, 1. Mai 2016
jeweils von 9 bis 12 und von 14 bis 17 Uhr

Der künstlerische Workshop »Weite Welten« steht ganz unter dem Zeichen des Experiments. Zufall und Unberechenbarkeit führen zu Ergebnissen, welche nicht zuvor gedacht oder konzipiert werden können.

Die bildnerischen Möglichkeiten abstrakter Acrylmalerei und ihre experimentellen Techniken können ebenso wie zeichnerische Impulse erforscht werden, umgesetzt sowohl in kleinen wie großen Formaten auf Papier und Leinwand.

Bei aller gewünschter Unvorhersehbarkeit der Entstehungsprozesse und Ergebnisse werden selbstverständlich auch Fragen nach Komposition, Bildwirkung und Präsentationsform erörtert sowie an deren Optimierung gearbeitet.

Informationen und Kontakt: kunstforum@montafon.at

 

STRABAG ART AWARD Nominierung 2016 

Künstlerhaus Bregenz 
Benefizausstellung

Gruppenausstellung, Eröffnung: Samstag, 2. April 2016, 20 Uhr

NEUERSCHEINUNG:

Vom Luftholen. Lungenheilstätte Gaisbühel

Herausgegeben von Ines Agostinelli mit dem vorarlberg Museum
Texte von Thomas D. Trummer, Walter Zirker und Ines Agostinelli
22  x 29 cm, 144 S., EUR 25,-
ISBN: 978-3-200-04184-4
Bestellen (Versand kostenlos)

Vom Luftholen. Lungenheilstätte Gaisbühel
ORF-Bericht von Ingrid Bertel

Kein Zauberberg. Buchbesprechung „Vom Luftholen. Lungenheilstätte Gaisbühel“
ZUM ARTIKEL Kultur. Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft, September 2015

Vom Luftholen. Lungenheilstätte Gaisbühel
Buchpräsentation

Mittwoch, 2. September 2015, 19 Uhr
vorarlberg museum

Fremde hielten die 1920 eröffnete Tuberkuloseheilstätte Gaisbühel oft für ein luxuriöses Hotel. Sie hatten sich vom Zeichen „Hospital“ nicht irritieren lassen und erkundigten sich nach freien Zimmern im Schloss. Einheimische hingegen hielten sich von Angestellten wie Patienten fern und wiesen ihre Kinder an, in der Nähe ein Taschentuch vors Gesicht zu halten und möglichst wenig zu atmen. Für Außenstehende war Gaisbühel ein gefürchteter Ort. Der Blick hinter die imposanten Mauern vermittelt jedoch ein anderes, weitaus differenzierteres Bild, welches tiefe Einblicke in die menschliche Existenz erschließt.

Vom Luftholen. Lungenheilstätte Gaisbühel, von Ines Agostinelli in Zusammenarbeit mit dem vorarlberg museum herausgegeben, ermöglicht diesen Blick und damit die Auseinandersetzung mit einem Haus, das mit seiner ein knappes Jahrhundert umspannenden Vergangenheit viele Aspekte der Sozialgeschichte spiegelt.

Gegenübergestellt sind den Texten und Zeitzeugen-Gesprächen von Thomas D. Trummer, Walter Zirker und Ines Agostinelli künstlerische Arbeiten von zwanzig internationalen Künstlerinnen und Künstlern, die auf den Ort Gaisbühel reagiert haben: Ines Agostinelli | Maria Bussmann | Ines Doujak | Tomas Eller | Ceal Floyer | Dan Gonen| Zvi Gutter | Roland Haas | Severin Hagen | Andreas Heller | Ottmar Hörl | Ramlal Tien/Christophe MacPherson | Dorit Margreiter | Anna Rubin | Max Streicher | Iv Toshain | Anna Vidyaykina | Peter Wehinger | Hannes Zebedin

Die Buchpräsentation bringt die künstlerischen Arbeiten näher, lässt die Geschichte Gaisbühels in einem Podiumsgespräch mit Zeitzeugen lebendig werden und lädt ein auf eine Klang- und Rhythmusreise des Zürcher Perkussionisten Robert Mark. Seine Performance auf außergewöhnlichen Klangkörpern ist eine Hommage an seinen Vater, den früh verstorbenen ehemaligen ärztlichen Leiter Gaisbühels, Dr. Gerhard Mark, und dessen einstige Wirkungsstätte.

Kosmos
Gruppenausstellung

26. November 2015 bis 22. Jänner 2016
Eröffnung: Mittwoch, 25. November, 19 Uhr


Kosmos Theater: Mariahilfstraße 29, Bregenz
Montag bis Donnerstag, jeweils10 bis 16 Uhr sowie an Vorstellungstagen ab 18 Uhr
www.theaterkosmos.at

Kunsthaus Bregenz
Künstlerischer Workshop mit Ines Agostinelli

Samstag, 26. und Sonntag, 27. September 2015, jeweils von 14 bis 17 Uhr

Ausgehend von den Gemälden der Retrospektive über Joan Mitchell werden in dem Workshop für Jugendliche zusammen mit der Künstlerin Ines Agostinelli eigene Konzepte erarbeitet und auf großformatigen Papieren und Leinwänden umgesetzt.

Anmeldung beim Kunsthaus Bregenz unter: 0043 5574 485 94 415.

Parallele Wirklichkeiten

Experimenteller Acrylworkshop mit Ines Agostinelli
Kunstforum Montafon

Samstag, 25. und Sonntag, 26. April 2015
jeweils von 9 bis 12 und von 14 bis 17 Uhr

Die Welt des Allerkleinsten folgt bizarren Regeln, die unserer Alltagserfahrung völlig entgegenstehen. In diesem Workshop lassen wir unseren Verstand spielerisch von den spannenden Mysterien der Quantenphysik herausfordern und nutzen die gegebene Inspiration für künstlerisches Arbeiten.

Wir erfahren, was Einstein mit »spukhafter Fernwirkung« meinte, was Schrödingers Katze bewegt und den Quantenskiläufer antreibt.

Nach dem kurzweiligen und leicht verständlichen Einstieg in die faszinierende Welt der Quanten und ihrer parallelen Wirklichkeiten nutzen wir deren Eigenschaften von Unvorhersehbarkeit und Zufall für unser Experimentieren in Acryl. Die Ergebnisse sind Feuerwerke an Farben und Formen, wie sie nicht geplant oder vorhergesehen werden können.

Informationen und Kontakt: kunstforum@montafon.at

We. Still.

Forum Stadtpark, Graz
temporäre Intervention von Ines Agostinelli an der Außenfassade
ab Samstag, 7. März 2015

Complete Agent/Das wird es gewesen sein

Galerie.Z
Eröffnung: Donnerstag, 5. Februar 2015, 19.30 Uhr
Ausstellungsdauer: Samstag, 7. Februar bis Samstag, 7. März 2015
Öffnungszeiten: Dienstag und Donnerstag: 18 bis 20 Uhr; Samstag: 10 bis 12 Uhr; sowie nach Vereinbarung

In der Auseinandersetzung mit Ines Agostinellis zeichnerischem Werk, das oft gestisch-experimentelle malerische Elemente einschließt, begegnen körperhafte und doch abstrakte Erscheinungen wie Formulierungen nicht-sprachlicher Botschaften. Auf großformatigen Papieren und Leinwänden, bisweilen direkt auf ausladenden Wänden, entstehen monumentale, kraftvolle, scheinbar plastische, mitunter auch fragile, durchscheinende Formen.

Ihre Abstraktion ist Verkörperung, ähnlich einem Ausdruck, der auf der Zunge liegt – mit subtiler Klarheit, wenngleich unfassbar. Und Verkörperung, vielleicht treffender im englischen „Embodiment“, scheint überhaupt ein zentraler Fokus zu sein: Manifestationen im Raum von nicht-räumlichen, nicht-körperhaften Elementen, wie sie möglicherweise dem Ozeanischen Gefühl entsprechen, das Freud rekonstruiert als eine Aufhebung der Grenzen zwischen Ich und Außenwelt.

„Embodiment“ ist auch ein Begriff der Kognitionswissenschaft, dem Erforschen aller Prozesse, die mit Wissen einhergehen, wie Wahrnehmen, Denken, Erinnern, Lernen oder Sprechen. Es steht hier für die These, dass Bewusstsein einen Körper benötigt und Kognition immer eine Interaktion darstellt zwischen Außenwelt und der Gesamtheit eines handelnden Organismus, dem „Complete Agent“ – dem Ich und seinem Selbst, dem immer wieder die Aufmerksamkeit Ines Agostinellis gehört.

 ORF Bericht über Complete Agent:

Die Zukunft der Malerei

Essl Museum, Klosterneuburg
Freitag, 3. Oktober 2014 bis Sonntag, 22. Februar 2015

Eröffnung: Donnerstag, 2. Oktober 2014, 19.30 Uhr

Welche jungen malerischen  und grafischen Positionen gibt es in Österreich zu entdecken? Diese Frage stellt das Essl Museum in der Ausstellung „Die Zukunft der Malerei“ im Rahmen der Ausstellungsreihe „Emerging Artists“. Kuratiert von Günther Oberhollenzer.

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.

WAS SIE LESEN

Künstlerhaus Bregenz
Eröffnung: Freitag, 21. November 2014, 20 Uhr
Samstag, 22. November 2014 bis Sonntag, 4. Januar 2015
Dienstag bis Samstag 14 bis 18 Uhr, Sonn- und Feiertag 11 bis 17 Uhr

Art & Antique

8. bis 16. November 2014
11 bis 19 Uhr
Hofburg, Heldenplatz, 1014 Wien

Von 8. bis 16. November beehren die Elite des österreichischen Kunsthandels und ausgewählte internationale Aussteller zum 46. Mal die Prunkräume der ehemaligen kaiserlichen Residenz. Sie verwandeln die imperialen Säle mit ihren ausgewählten Exponaten in ein einzigartiges Museum auf Zeit.

Das Kunstmagazin PARNASS präsentiert Ines Agostinelli auf der Art & Antique in der Wiener Hofburg.

Der eigentliche Held

Kunstforum Montafon
Lange Nacht der Museen, Samstag, 4. Oktober 2014, 18 bis 01 Uhr
und: Freitag, 10. Oktober 2014, 18 bis 23 Uhr

Wir betreten ein Atelier, ein Schaulager, die Kulissen einer Bühne? Ines Agostinellis raumgreifende Installation „Der eigentliche Held“ beschäftigt sich mit Fragen nach Spiel, Ernst und Wirklichkeit. Gezeigt werden künstlerische Arbeiten, die im Kontext der Installation zugleich den künstlerischen Schaffensprozess an sich reflektieren. Ist die Kunst tatsächlich ein überpersönliches Zwischenreich zwischen Realität und Wunschwelt, in welcher die Allmachtsbestrebungen der primitiven Menschheit in Kraft verblieben sind, wie Freud meinte? Ins Überpersönliche transferierte Wunschphantasien und Konflikte zur Selbstbefreiung ihrer Schöpfer wie Betrachter?

Der Künstler ist ein Mensch, welcher sich von der Realität abwendet, weil er sich mit dem von ihr zunächst geforderten Verzicht nicht befreunden kann und seine Wünsche im Phantasieleben gewähren lässt. Er findet aber den Rückweg aus dieser Phantasiewelt zur Realität, in dem er dank besonderer Begabungen seine Phantasien zu einer neuen Art von Wirklichkeiten gestaltet. Er wird so auf eine gewisse Weise wirklich der Held, König, Schöpfer, der er werden wollte, ohne den gewaltigen Umweg über die wirkliche Veränderung der Außenwelt einzuschlagen. Sigmund Freud, Formulierung über die zwei Prinzipien des psychischen Geschehens, 1911

Das Kunstforum Montafon bietet in seinen Räumen der ehemaligen Lodenfabrik Schruns, unmittelbar an der tosenden Litz, ein vielfältiges Programm. Neben den engagierten Ausstellungen vorwiegend österreichischer zeitgenössischer Kunst wird ein breites Spektrum an Workshops, Lesungen und Konzerten geboten, das Einheimische und Gäste gleichermaßen anzieht. 

Rising Stars
Die Zukunft der Malerei – Die junge Szene in Österreich

in: PARNASS Kunstmagazin 03/2014

Die Ausstellung „emerging artists“ im Essl Museum setzt in diesem Herbst den Schwerpunkt auf österreichische Malerei und Grafik. Aus diesem Anlass diskutierten unsere Autorinnen Clarissa Mayer-Heinisch und Karla Starecek die Frage nach der „Zukunft der Malerei“ mit dem Kurator Günther Oberhollenzer und stellen zehn Künstlerinnen und Künstler, u.a. Suse Krawagna, Peter Nachtigall, Ines Agostinelli und Irina Georgieva, im Portrait vor.

I SHOULD NOT BE SO HUNGRY

Künstlerische Intervention von Ines Agostinelli

Vitra Design Campus bei Basel
Donnerstag, 18. September und Freitag, 19. September 2014

Für zwei Tage schafft die Zeppelin University/FN gestalterische (Un)Ordnung in Vorträgen, Workshops, Panels, Diskussionen und Begegnungen mit internationalen ReferentInnen. Ines Agostinelli und Ruediger John sind eingeladen, dazu jeweils eigenständige künstlerische Interventionen zu realisieren.

Parallele Wirklichkeiten. Workshop mit  Ines Agostinelli

vorarlberg museum, Bregenz
Samstag, 15. März 2014, 10 bis 17 Uhr

„Was, wenn alles anders wäre“, scheinen die Bilder von Ines Agostinelli in der Ausstellung „Jenseits der Ansichtskarte. Die Alpen in der Fotografie“ zu fragen. „Was wäre, wenn sich an die sichtbare Welt unmittelbar eine ebenso präsente, jedoch unsichtbare anschlösse? Eine des sich endlos dehnenden Raums, der unsichtbaren Energien, der parallelen Wirklichkeiten?“ Tatsächlich sind dies auch zentrale Fragen der Quantenphysik. Was Einstein einst als „spukhafte Fernwirkung“ beschrieb, wird heute als Phänomen der Verschränkung längst nicht nur in wissenschaftlichen Foren vielfach diskutiert: Zwei Teilchen sollen so miteinander verbunden sein, dass die Messung am einen den Wert des anderen bestimmt? Unabhängig von ihrer Distanz? Auch, wenn sie nicht zur selben Zeit existieren? Dies scheint unvereinbar mit einer „herkömmlichen“ Vorstellung von Realität. In diesem Workshop lassen wir unseren Verstand spielerisch von den Mysterien der Quantenphysik herausfordern und nutzen die gegebene Inspiration für künstlerisches Arbeiten. Filmausschnitte von Woody Allen bis Anton Zeilinger bieten kurzweiligen, spannenden Diskussionsstoff.

Anmeldung: vorarlberg Museum, T +43 (0)5574 46050-522 oder kulturvermittlung@vorarlbergmuseum.at

Jenseits der Ansichtskarte. Die Alpen in der Fotografie

vorarlberg museum, Bregenz

8. Februar bis 25. Mai 2014
Ausstellungseröffnung: Freitag, 7. Februar, 20 Uhr

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.

Jenseits der Ansichtskarte. Die Alpen in der Fotografie

Galerie Stihl, Waiblingen bei Stuttgart

Ausstellungseröffnung: Freitag, 11. Oktober 2013, 19 Uhr
12. Oktober 2013 bis 6. Jänner 2014



Untrained Travellers

Lange Nacht der Museen, 5. Oktober 2013
Bahnhof Schruns

Die Installation „Untrained Travellers“ erzählt vom Reisen. Verdichtete Bilder zweier Projektionen wecken eine Vielfalt von Assoziationen zu den Vergnügungen der Touristen und den Wandlungen der Reisenden. In Haupt- und Nebenwegen ergrün­det werden Aufbruch und Heimkehr, Unterwegssein und Angekommensein.

Vom Luftholen und Untertauchen 

Ausstellungs- und Buchprojekt in Kooperation mit dem vorarlberg museum
ehem. Lungenheilstätte Gaisbühel, Bludesch

Künstlerinnen: Ines Agostinelli | Maria Bussmann | Ines Doujak | Tomas Eller | Ceal Floyer | Dan Gonen | Zvi Gutter | Roland Haas | Severin Hagen | Andreas Heller | Ottmar Hörl | Ramlal Tien/Christophe MacPherson | Dorit Margreiter | Anna Rubin | Max Streicher | Iv Toshain | Anna Vidyaykina | Peter Wehinger | Hannes Zebedin

 Anfahrt

Begrüßung: 10. August 2013, 11 Uhr | Führungen: 11.30, 15 und 19 Uhr
Kinder/Jugendprogramm: Vom Überwinden der Schwerkraft, Zirkusschule mit Carsten Nielsen: ab 12 Uhr
Kulinarisches  aus aller Welt und Cocktails: ab 12 Uhr
Gastmusiker aus Sri Lanka Eric Ubeywarna: 18 bis 20 Uhr
Special Guest: Robert Mark, Percussion: 20 Uhr

Ines Agostinelli wurde eingeladen, ein künstlerisches Konzept zu entwickeln, welches die praktisch leerstehende ehemalige Lungenheilstätte Gaisbühel thematisiert. Sie wurde noch während des Ersten Weltkriegs nach Davoser Vorbild erbaut, um die zahlreichen Tuberkuloseerkrankungen der Vorarlberger Soldaten sowie Zivilbevölkerung isolieren und behandeln zu können. Bis in den späten 1950er Jahren wirksame Antibiotika zur Verfügung standen, waren tägliche, viele Stunden lange Freiluft-Liegekuren bei strikter Ruhe und Bewegungslosigkeit die einzige Behandlungsmethode. Zumeist dauerte es Jahre, bis die Heilung einsetzte, wenn überhaupt. Die Sterblichkeit war hoch, die Heilstätte, ihre Umgebung sowie alle Patienten und Bediensteten waren gefürchtet und gemieden.

Das Ergebnis ist eine kuratierte Ausstellung internationaler Positionen in den ehemaligen Freiluft-Liegenhallen der Heilstätte sowie eine Publikation, welche diese dokumentiert und die historische soziokulturelle Bedeutung des Gebäudes in erstmaligen archivarischen Recherchen sowie umfangreichen Zeitzeugen-Gesprächen aufzeichnet und enttabuisiert.

Herzlichen Dank an: BMUKK, Land Vorarlberg, Vbg. Kulturhäuserbetriebsgesellschaft, Gemeinde Bludesch, Artenne Nenzing, Ton + Bild, JugendKulturArbeit Walgau, Caritas & DU, Männerchor Nenzing, Stern der Hoffnung/Verein, Zeppelinmuseum Friedrichshafen und besonders allen, die mitgeholfen haben, das Projekt zu realisieren!

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Buchstäblich Vorarlberg, Vorarlberg Museum
Am Kornmarkt, Bregenz
ab 21. Juni 2013

Die Publikation zur Ausstellung „Licht. Ergebnisse eines Wettbewerbs“ ist eben erschienen. ISBN:  978-3-200-02935-4

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LICHT: Katalogpräsentation und Finissage, 19. Jänner, 18 Uhr, Kunstforum Montafon

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Nominierung zum BMUKK Atelierstipendium Paris 2013

Paliano

Palais Liechtenstein, Feldkirch

8. – 30. Dezember 2012, Eröffnung: Freitag, 7. Dezember, 17.30 Uhr

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LICHT

Kunstforum Montafon

11. Dez. 2012 bis 19. Jan. 2013 Eröffnung: 9. Dez., 19 Uhr

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Gibt es das? Eine Fotografie, die bereits im Moment ihres Entstehens jene Verunklärung eingeschrieben erhält, die sie erst durch den Zug der Zeit hervorbringen wird. Ist die Fotografie, das immer noch objektivste visuelle Verzeichnungsmittel, womöglich schon von vorn herein ein magischer Abdruck, der die Möglichkeiten seiner hinkünftigen Interpretation schon im Jetzt festhält? Ist das Ziehen zukünftiger Zeit im Moment der Aufnahme gegenwärtig? Verbirgt sich das Werden nicht schon im Sein eines Bildes?

Wie auch immer diese Fragen beantwortet werden, fest steht, dass Bild und Bilderfahrung in Agostinellis Werken aus dem Gleichgewicht kommen, weil sie sich verflüssigen und ineinander fließen. Kaum zu unterscheiden, ob hier Bilder eine Erinnerung oder Erinnerungen ein Bild auslösen. Thomas Trummer in „Ines Agostinelli. Song of Myself“, Bucher, 2012

Die Publikation zu SONG OF MYSELF ist soeben im Bucher-Verlag erschienen. ISBN: 978-3-99018-145-4

LeihgeberInnen können ihr Freiexemplar im Funkhaus Dornbirn abholen.